quartetto plus – das internationale Streichquartettfestival im Schloss Esterházy Eisenstadt
- 9. März
- 2 Min. Lesezeit
Vom 20. bis 22. März 2026 verwandelte quartetto plus das Schloss Esterházy in Eisenstadt in ein pulsierendes Zentrum der internationalen Quartettkunst. Das internationale Streichquartettfestival knüpfte an die historische Bedeutung des Ortes an – an jenem Schauplatz, der als Ursprung des Streichquartetts gilt und untrennbar mit dem musikalischen Vermächtnis Joseph Haydns verbunden ist. Der legendäre Haydnsaal in Eisenstadt bot mit seiner außergewöhnlichen Akustik ideale Voraussetzungen, um die Bandbreite der klassischen Musik eindrucksvoll hörbar zu machen.

Ein Festival, das die Tradition lebendig hält
Die diesjährige Ausgabe des Streichquartettfestivals stellte klar unter Beweis, weshalb quartetto plus einen festen Platz im europäischen Kulturkalender einnimmt. Mit Aufführungen zentraler Werke wie Haydns „Kaiserquartett“, Haydns „Lerchenquartett“ und Haydns „Sonnenaufgangsquartett“ gelang eine eindrucksvolle Rückbesinnung auf die Wurzeln der Gattung. Gleichzeitig zeigte das Festival, wie relevant und lebendig Haydns Quartettkunst bis heute ist.
In einem Raum, der zu den wichtigsten historischen Musikstätten Österreichs zählt, verschmolzen Vergangenheit und Gegenwart zu einer inspirierenden musikalischen Erfahrung.
Internationale Ensembles prägen das Festival

Die Streichquartette 2026 präsentierten sich stilistisch vielfältig und technisch brillant:
Opus13 eröffnete das Festival mit einer glanzvollen Interpretation des „Kaiserquartetts“ und setzte damit ein starkes Zeichen für die internationale Ausrichtung des Programms.
Das Sonoro Quartet verband Klassiker mit zeitgenössischen Werken und führte mit Séan Dohertys „The Devil’s Dream“ in atmosphärisch dichte Klangräume.
Die Capella Paulana beeindruckte gemeinsam mit Chor und Solisten mit einer selten zu hörenden Oratorienfassung von Haydns „Die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“.
Das Isidore String Quartet brillierte mit Haydn, einem brandneuen Streichquartett von Billy Childs und Schumanns berühmtem Klavierquintett op. 44 – begleitet von Pianistin Martina Consonni.


Der Fokus auf junge Streichquartette und deren internationale Vernetzung wurde durch die enge Kooperation mit MERITA, der europäischen Plattform zur Förderung junger Streichquartette und dem MERITAcubed (2025–2029) Programm unterstrichen. Damit bestätigte quartetto plus einmal mehr seine Rolle als zukunftsorientierte Plattform für eine Quartettkultur weltweit.

Kunst, Austausch und neue Impulse

Die neue Ausstellungsreihe ist ein synästhetisches Experiment zwischen Kunst und Musik. Als Bühne für nur einen Tag diente das Gärtnerhaus im Schlosspark Eisenstadt. Geladen wurde zu einem inspirierenden Apéro vor dem Konzert am Abend. Den Auftakt bestritt das Künstlerduo Michel Strümpf und Luise Lutz. Ihre Arbeiten entspringen Fundstücken des Alltags, die sie zu räumlichen Arrangements verdichten.
Der Pre-Konzert-Talk mit Generalintendant Rico Gulda und Valentin Erben eröffnete zusätzliche Einblicke in die historische und gegenwärtige Bedeutung dieser besonderen Gattung.
Das vielfältige Rahmenprogramm spiegelte die enge Verbindung von Musik, Kunst und dem Kulturerbe Eisenstadt wider und machte quartetto plus zu einem hochkarätigen kulturellen Gesamterlebnis.
Ein kultureller Höhepunkt im Burgenland
quartetto plus hat eindrucksvoll gezeigt, wie zukunftsorientiert und international vernetzt die Welt der Quartettkunst heute ist. Mit klarem Bezug zur Geschichte und einem mutigen Blick nach vorne hat das Festival seine Position als herausragendes musikalisches Ereignis gefestigt.










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